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Salzburg, Richard-Knoller-Straße 13/15

Richard-Knoller-Straße 13/15
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Bei diesem innovativen, seit 2009 andauernden Sanierungsprojekt, wurden insgesamt 6 Häuser in der Richard-Knoller-Siedlung einer baulichen und sozialen Erneuerung unterzogen. Das Projekt umfasst die Modernisierung von insgesamt 147 Wohnungen und die Schaffung von neuem Wohnraum (35 Wohnungen) durch Gebäudeaufstockungen.

In der Richard-Knoller-Straße 13/15 wurden 6 neue Wohneinheiten im Dachgeschoß geschaffen und 24 bestehende Wohnungen rundum erneuert – die Bäder saniert, sämtliche Türen und Fenster erneuert, der Hauszugang barrierefrei gestaltet, ein Aufzug eingebaut, die Balkone vergrößert, die bestehende Öl- auf eine Pelletszentralheizung umgestellt sowie eine Photovoltaik-Anlage installiert und abschließend die Außenanlage generalsaniert.

Die Vergabe der Wohnungen erfolgt über das Wohnungsamt Salzburg.

September 2018: Salzburger Siedlungswerk schließt Großprojekt im Wohnanlagen-Sanierungsbereich erfolgreich ab
Richard-Knoller-Straße: Die sechste und letzte Bauetappe wurde im Sommer 2018 vom Salzburger Siedlungswerk, einem Unternehmen der Salzburg Wohnbau-Gruppe, im Zuge der Sanierung der „Richard-Knoller-Siedlung“ erfolgreich abgeschlossen. Damit wurden innerhalb von neun Jahren die Häuser mit den Hausnummern 3, 5, 7, 9, 11, 17, 13 und 15 umfassend renoviert und insgesamt 147 Mietwohnungen saniert und modernisiert. Im Sinne der Nachverdichtung konnten in den Dachgeschossen 35 neue Mietwohnungen errichtet und damit zusätzlicher, wertvoller Wohnraum geschaffen werden. In Kooperation mit dem Soziologen Dr. Raimund Gutmann (wohnbund:consult) ist es den Salzburg Wohnbau-Experten gelungen, der Richard-Knoller-Siedlung, die lange Zeit als sozialer Brennpunkt galt, im Zuge der Revitalisierung eine neue Ausrichtung und damit wieder eine Zukunft zu geben. Zusätzliches Highlight: Unter dem Motto „urban gardening“ wurden Kleingärten angelegt, die von den Bewohnern bepflanzt und betreut werden und zur Stärkung der Gemeinschaft in der Wohnanlage beitragen. Die Revitalisierungskosten betragen 21,9 Millionen Euro, davon wurden 15,8 Millionen Euro aus der Salzburger Wohnbauförderung und 54.000 Euro aus der Salzburger Wohnbauforschung finanziert.

Große Herausforderung für Salzburg Wohnbau
„Es ist wichtig, in die Jahre gekommene Wohnanlagen zu sanieren und zu modernisieren, um eine zeitgemäße Wohnqualität für die Bewohner zu schaffen. Die Aufgabe, die sich der Salzburg Wohnbau in der Richard-Knoller-Siedlung gestellt hat, war alles andere als leicht. Wohnen ist per se schon ein sensibles Thema und erst recht in Kombination mit Baulärm, Staub, Schmutz und dem Umzug in vorübergehende Ausweichquartiere. Mit viel Einfühlungsvermögen, persönlichen Gesprächen, umfassenden Informationen, einem guten Partner-Netzwerk und einer optimalen Projektplanung wurde hier Großartiges geleistet“, so Bürgermeister DI Harald Preuner.

Alle sechs Häuser waren dringend sanierungsbedürftig
„Die Häuser wurden Anfang der 1970-er Jahre auf einem 1,1, Hektar großen Baurechtsgrundstück der Stadt Salzburg errichtet und waren in allen Belangen dringend sanierungsbedürftig. Denn schlechte Dämmung, hohe Heizkosten und teilweise Schimmel belasteten die Bewohner. Dazu kam, dass durch kombinierte Fehler, die hauptsächlich in der Vergabeform lagen, hier eine unfreiwillige Segregation stattgefunden hat. Man könnte auch Ghetto-Bildung sagen“, erläutert Salzburg Wohnbau-Geschäftsführer Dr. Roland Wernik und mahnt: „Eine gute Durchmischung bei den Bewohnern in einer Wohnanlage ist nur möglich, wenn der, der die Wohnanlage baut, der, der sie betreibt und die öffentliche Hand ein Team sind und gut zusammenspielen. Wichtig ist auch, dass die Menschen wohnfähig sind und wenn nicht, dass sie eine entsprechende Hilfestellung bekommen. Auch diesen Problembereich haben wir im Zuge der Revitalisierung mit Spezialisten genauer unter die Lupe genommen“, so Wernik. Mit Unterstützung von Hilfsorganisationen für Kinder, Familien und Frauen sowie der Caritas und dem Verein Spektrum ist es in den vergangenen neun Jahren gelungen, die Wohnanlage wieder auf Schiene zu bringen und ihr damit eine neue Zukunft zu öffnen.

Ausgewogener Wohnungsgrößen-Mix wichtig
Auch müsse laut Wernik bei größeren Wohnanlagen auf einen passenden Wohnungsgrößen-Mix geachtet werden. „Es gab hier in der Siedlung vor allem im Haus 17 zu viele kleine Wohnungen, das haben wir im Zuge der Rundum-Erneuerung auch geändert“, so Wernik. Die Wohnanlage besteht nun aus 18 Garconnieren, 56 Zwei-Zimmer-, 88 Drei-Zimmer- und 20 Vier-Zimmer-Wohnungen.

Gute Kommunikationsbasis wichtig bei Sanierungsprojekten
Während den einzelnen Bauphasen wurde der Kontakt zu den Bewohnern von den ausführenden Firmen intensiv gepflegt, um eine gute Kommunikationsbasis zu schaffen und so Konflikten gezielt vorzubeugen. „Hier haben wirklich alle hervorragend zusammengeholfen und unsere Mitarbeiter hatten für alle Belange immer ein offenes Ohr“, informiert Salzburg Wohnbau-Geschäftsführer DI (BA) Christian Struber. Die Bewohner konnten großteils innerhalb der Wohnanlage untergebracht werden. In einzelnen Fällen mussten sie sogar öfters umziehen. „Einige sind während dieser Zeit auch weggezogen, das hat die Unterbringungsmöglichkeiten erhöht. Aber wir hatten durch die Umsiedelungen innerhalb der Wohnanlage während den Sanierungsphasen auch Leerstehungen, die wir natürlich finanzieren mussten. Der Beitrag des Unternehmens war bei der Realisierung des Projektes auch finanziell sehr groß“, so Struber.

Kreative Grünoasen individuelle Kleingärten
Im Zuge der Renovierungsmaßnahmen wurden die Bäder saniert, sämtliche Türen und Fenster erneuert, die Hauszugänge barrierefrei gestaltet, die Räume mit schönen Parkettböden ausgestattet, ein Aufzug eingebaut, die Balkone vergrößert und die komplette Haustechnik modernisiert. Auch die Außenanlage erstrahlt in neuem Glanz und individuelle Kleingärten lassen kreative Grünoasen sprießen. Die Umstellung von Öl- auf Pelletsheizung in Kombination mit einer Solaranlage und ein Vollwärmeschutz an der Fassade sorgen in Zukunft für geringere Energie- und Betriebskosten.

Sechster und letzter Bauabschnitt
Der sechste und letzte Bauabschnitt umfasste mit Errichtungskosten von 4,1 Millionen Euro die Sanierungsarbeiten am Gebäudekomplex mit den Hausnummern 13 und 15. Dort wurden innerhalb von 14 Monaten 24 bestehende Wohnungen rundum erneuert und das Dachgeschoß um sechs weitere Wohneinheiten aufgestockt. „Wir danken allen, die an diesem anspruchsvollen Projekt mit Engagement mitgearbeitet haben und uns dabei geholfen haben, das Sanierungskonzept sowohl im baulichen als auch im sozialen Bereich umzusetzen. Die Wohnanlage hat nun wieder Zukunft“, sind sich die beiden Salzburg Wohnbau-Geschäftsführer Roland Wernik und Christian Struber einig.


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Allgemeine Informationen
Objektart: Mietwohnung
Fertigstellung: Sommer 2018
Projektleiter: Reiter Rupert
Architekt: Salzburg Wohnbau GmbH

News

09/2018
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