0662-2066-0 [javascript protected email address] SUCHE

Zwei Salzburger Vorzeigebetriebe für mehr Klimaschutz

Mit der Leube Gruppe und der Salzburg Wohnbau zeigen zwei Salzburger Leitbetriebe vor, wie klimaschonendes Bauen schon jetzt wirtschaftlich umgesetzt werden kann. Davon überzeugten sich Vizekanzler Werner Kogler und Landeshauptmann-Stellvertreterin Martina Berthold bei ihrem Besuch im Leube Zementwerk in Grödig.

: (v. l. n. r.) Christian Ehrensberger, Geschäftsführer Ehrensberger GmbH, LH-Stellvertreterin Martina Berthold, Vizekanzler Werner Kogler, Leube Geschäftsführer Heimo Berger, Salzburg Wohnbau Geschäftsführer Roland Wernik und Clemens Deisl, Geschäftsführer Deisl Beton.

Die Erreichung der Klimaziele hängt wesentlich von der Innovationskraft der Wirtschaft ab. Im Land Salzburg arbeiten nun zwei Leitbetriebe gemeinsam daran, die CO2-Emissionen in der Bauwirtschaft nachhaltig zu senken. Bei der Werksführung im Rahmen der Klima- und Transformationsoffensive für die Industrie konnten sich Vizekanzler Werner Kogler und LH-Stellvertreterin Martina Berthold am 1. Dezember im Leube Zementwerk Grödig selbst ein Bild davon machen. Im Mittelpunkt standen dabei die Kreislaufwirtschaft im Bauwesen sowie der neue Leube GreenTech Kombi Zement, der die CO2-Emissionen um 25 Prozent reduziert. Als erster grüner Zement Österreichs erhielt er im Frühjahr 2022 die bautechnische Zulassung durch das OIB (Österreichisches Institut für Bautechnik) und stellt damit einen Meilenstein hinsichtlich Klimaneutralität dar. Die Salzburg Wohnbau setzt diesen erstmals als Bindemittel für Recyclingbeton beim Neubau der Volksschule Adnet ein und realisiert damit gemeinsam mit Leube ein Projekt, das zukunftsweisend für die Bauwirtschaft in Salzburg ist. Beide Unternehmen investieren seit Jahren aus Überzeugung in eine klimafreundliche Produktion – in der Herstellung und in der Produktentwicklung.

Best Practice aus Salzburg

Bei der Leube Werksführung konnten sich Vizekanzler Werner Kogler und LH-Stellvertreterin Martina Berthold selbst ein Bild von der nachhaltigen Zementproduktion und innovativen Betonprodukten machen. Im Mittelpunkt standen der neue Leube GreenTech Kombi Zement sowie die Bedeutung von Recyclingbeton im Sinne einer effektiven Kreislaufwirtschaft. LH-Stellvertreterin Martina Berthold freut sich über die Vorzeigebetriebe aus Salzburg:

„Leube ist einer unserer Leitbetriebe für klimafreundliche Produktion. Wie erfolgreich dabei die Zusammenarbeit mit der Bauwirtschaft sein kann, zeigen unter anderem die Projekte der Salzburg Wohnbau.“


Nachhaltig bauen mit Leube GreenTech Kombi Zement

Beton hat sich in der Baubranche als ökologischer Baustoff in den vergangenen Jahren weiter etabliert, insbesondere auch durch seine hohe Recyclingfähigkeit. Allein bei Leube werden rund 100.000 Tonnen Baurestmassen jährlich aufbereitet und wiederverwertet. „Die bis zu 100-prozentige Wiederverwendung ist ein Vorteil von Beton, die CO2-Senke bzw. Rekarbonatisierung ein weiterer“, erklärt Leube Geschäftsführer Heimo Berger. „So werden 25 Prozent der verursachten Emissionen im Lebenszyklus von Beton wieder gebunden.“ Mit dem neuen Leube GreenTech Kombi Zement, der im Frühjahr 2022 die Zulassung durch das OIB erhielt, leistet Leube einen wichtigen Beitrag zu klimafreundlichem Bauen. Mit durchschnittlich 500 Kilogramm CO2 pro Tonne zählen Zemente von Leube bereits seit Jahren zu jenen mit den geringsten Kohlendioxid-Emissionen weltweit. Durch eine geänderte Rezeptur sowie eine Neuabstimmung der einzelnen Komponenten im Mischverfahren, das während der mehrjährigen Entwicklungsphase perfektioniert wurde, sowie einem geringeren Klinkeranteil konnten beim neuen Leube GreenTech Kombi Zement die Emissionen nochmals um 25 Prozent reduziert werden. Und das in gleichbleibend hoher Qualität und Funktionalität.

„Zement und Beton können zu einem wichtigen ‚Game-Changer‘ beim Erreichen der Klimaziele werden“, so Berger. Eine klimafreundliche Produktion ist bei Leube in allen Bereichen fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie. So werden zum Beispiel im Brennvorgang 80 Prozent alternative Brennstoffe und nur mehr 20 Prozent fossile Energiequellen eingesetzt. Zudem nutzt das Unternehmen seit Jahren zu 100 Prozent Ökostrom aus Wasserkraft, der direkt aus dem nahe gelegenen Kraftwerk Urstein kommt, und setzt auch an seinen Standorten auf regenerative Energiequellen wie Photovoltaik.

Mit Recyclingbeton für die Zukunft bauen


Die Salzburg Wohnbau
beschäftigt sich bereits seit Jahren intensiv mit dem Thema „nachhaltiges Bauen“ und setzt dabei schon jetzt auf innovative Baustoffe wie Recyclingbeton (RC-Beton). „Die Baustoffe von heute sind die Rohstoffe von morgen“, so Geschäftsführer Roland Wernik. „Im Übergang von einer linearen Wirtschaft zur Kreislaufwirtschaft brauchen wir innovative Produkte und die richtigen Partner dafür. Die Kooperation mit der Leube Gruppe ist ein weiterer wichtiger Schritt für uns.“ Dass eine klimafreundliche Bauweise auch wirtschaftlich umsetzbar ist, beweisen die ersten erfolgreichen Projekte in Salzburg – ob ein Wohnbau in Schwarzach, die Volksschule in Wals-Siezenheim oder die geplante Volksschule in Adnet. Die Verwendung von mehr als 2.500 Tonnen RC-Beton zeigt eindrucksvoll, dass die Kreislaufwirtschaft auch in kommunalen Projekten bereits integrativer Bestandteil der Umsetzung geworden ist.

Zudem arbeitet die Salzburg Wohnbau eng mit Forschungseinrichtungen im In- und Ausland zusammen, etwa dem Holzcampus Kuchl, der ETH Zürich oder FutureBuilt in Oslo. Ziel dieser Innovationsgemeinschaften ist es, die CO2-Emmissionen deutlich zu reduzieren. In den nächsten Wochen sollen die ersten 100 bis 200 Tonnen von CO2-angereichertem RC-Beton produziert werden, der zusätzlich auch Kohlenstoff bindet. Mit dem zweiten Projekt, dem „R70“, wird auch die Kreislaufwirtschaft laufend weiter vorangetrieben. „Dabei sollen Lieferanten eine Rücknahme der Baustoffe garantieren und diese am Ende der Lebenszeit eines Gebäudes wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden“, erklärt Wernik. Ein zukunftsweisender Ansatz, durch den alle 70 Jahre ein Gebäude neu errichtet und die Rohstoffe aus dem Altprojekt wiederverwendet werden könnten.