Am ehemaligen Industriestandort der Rauchmühle ist im Stadtteil Lehen in Salzburg in einer Bauzeit von 32 Monaten ein modernes Quartier mit unterschiedlichen Wohnformen entstanden. Insgesamt 223 Wohnungen wurden von der Salzburg Wohnbau (145 geförderte Mietwohnungen) und der PRISMA Unternehmensgruppe (66 freifinanzierte Eigentums- und 12 Mietwohnungen) aufgeteilt auf neun Baukörper auf einer Fläche von 16.945 m² errichtet. Ein Industriegebäude-Ensemble ist noch im Umbau. Durch die Renaturierung der Glan an diesem Abschnitt gelang es auch einen idyllischen Naherholungsraum für Bewohner und Erholungssuchende zu schaffen, denn nicht einmal ein Viertel der Gesamtfläche ist bebaut. Das „Quartier Rauchmühle“ ist an das Radwegenetz der Stadt Salzburg angeschlossen. 560 moderne, überdachte Fahrradabstellplätze stehen ebenso zur Verfügung wie Fahrradanhänger zum Ausleihen. 250 Tiefgaragen- und 30 Außenabstellplätze gewährleisten eine verkehrsberuhigte Zone am Areal. Die Energieversorgung erfolgt umweltfreundlich mittels Fernwärme und Photovoltaikanlagen. Ein modernes Unterflurmüllsystem, das in Abstimmung mit dem Magistrat Salzburg realisiert wurde, beugt mit platzsparenden Einwurfsäulen, die unterirdisch verbaut sind, überquellenden Mülltonnen und damit verbundenen Geruchsbelästigungen vor. Für Elektrofahrzeuge wurden zwei Ladeplätze im Außenbereich installiert. In der Tiefgarage wurden die baulichen Maßnahmen gesetzt, um die einzelnen Stellplätze mit E-Ladestationen in Form von „Wall Boxen“ individuell nachrüsten zu können. O-Bus und S-Bahn liegen in fußläufiger Entfernung der Wohnanlage.
Langer Entwicklungsprozess
Geplant wurde das Rauchmühlen-Wohnbauprojekt vom norwegischen Architekturbüro Helen & Hard, das als Sieger aus einem Architekturwettbewerb hervorging. Der Entwicklungsprozess, der in Zusammenarbeit mit der Stadtplanung und dem Gestaltungsbeirat der Stadt Salzburg erfolgte, dauerte mehrere Jahre. Das Ergebnis ist beeindruckend. Denn auch die historisch wertvollen Bauteile, wie das alte Mühlengebäude mit Silo und die Ceconi Villa, blieben erhalten und werden von der PRISMA Zentrum für Standort- und Regionalentwicklung GmbH gemeinsam mit der Familie Rauch zu Arbeits- und Büroräumen umgebaut. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf Unternehmen im Bereich der Kreativ- und Digitalwirtschaft. Für den Umbau der Bestandsobjekte zeichnen die Architekten Erhard Steiner und Georg Huber aus Salzburg sowie Rainer Köberl aus Innsbruck verantwortlich.
Zukunftsweisendes Generationen-Wohnmodell
Die Mietwohnungen der Salzburg Wohnbau reichen entsprechend einem Generationen-Wohnmodell von 1-Zimmer-Einheiten mit rund 40 m² bis zu 5-Zimmer-Wohnungen mit bis zu 124 m². Dabei wurde auf durchdachte, lichtdurchflutete Raumkonzepte geachtet. 64 geförderte Mietwohnungen wurden bereits Ende 2021 fertiggestellt, die restlichen Einheiten wurden kürzlich von den Bewohnern bezogen. Die Errichtungskosten für die 145 Mietwohnungen, die in vier Bauteilen und im ehemaligen Maschinenhaus errichtet wurden, belaufen sich inklusive 120 Tiefgaragenplätze auf netto knapp 24 Mio. Euro. Rund die Hälfte davon wird vom Land Salzburg gefördert. Die Wohnungsvergabe erfolgte nach den Kriterien des Wohnungsamts.
Alle Wohnungen sind bereits vergeben!
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