Salzburg Wohnbau navigiert sicher durch die Pandemie
Verantwortungsbewusst und innovationsstark meistert die Salzburg Wohnbau-Gruppe mit insgesamt 11 Unternehmen die herausfordernde Pandemiezeit. Trotz Lockdowns und Baumaterialknappheit gelang es alle Projekte sowohl 2020 als auch 2021 planmäßig und im Kostenrahmen fertigzustellen. „Wir sind dank des großen Einsatzes unserer Mitarbeiter gänzlich ohne Kurzarbeit ausgekommen und haben keine Corona-Gelder beanspruchen müssen. Das zeigt, dass wir sehr motoviert und engagiert ans Werk gehen. Diese hohe Flexibilität und die Leidenschaft, mit der wir unsere Aufgaben erfüllen, sind die besten Grundlagen für wechselnde Anforderungen der Zukunft“, informiert Salzburg Wohnbau-Geschäftsführer Roland Wernik.
Digitalisierung vorangetrieben
„Die Betreuung unserer Kunden hat sogar in der schwierigsten Pandemiephase immer einwandfrei funktioniert. Wir haben die Krise als Chance wahrgenommen und den eingeschlagenen Weg der Digitalisierung gezielt weiterverfolgt“, erläutert Salzburg Wohnbau-Geschäftsführer Christian Struber. Mittlerweile verfügen zwei Drittel der Belegschaft über mobile Endgeräte und vor Kurzem wurde eine Betriebsvereinbarung für Homeoffice-Arbeitsplätze verabschiedet. Auch der virtuelle Objektmanager ALFRED, den bereits mehr als 40 Prozent der Kunden für Infos und Fragen rund um die Immobilien nutzen, wurde mit einem Portal für Gemeinden weiter ausgebaut.
Wohnungseigentum an Stellenwert gewonnen
139 Wohnungen wurden von der Salzburg Wohnbau-Gruppe im vergangenen Jahr im gesamten Bundesland vorwiegend an Familien verkauft, darunter 52 Neubau- und 87 Bestandseinheiten. „Wohnen hat durch die Pandemie nochmals an Stellenwert zugelegt. Auch 2021 konnten wir im gesamten Bundesland wieder Eigentumswohnraum für über einhundert vorwiegend Familien zu annehmbaren Preisen schaffen beziehungsweise zur Verfügung stellen “, so Struber. Dabei lagen die durchschnittlichen m²-Kosten bei Bestandswohnungen bei 2.223 Euro, bei Mietkaufwohnungen bei 3.524 Euro und bei Neubauten bei 4.525 Euro.
Kreislaufwirtschaft Gebot der Stunde
„Die Themen Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft beschäftigen uns als Leitbetrieb mittlerweile in allen Bereichen. Drehte sich früher sehr viel um die energetische Optimierung, so hat sich dieses Feld extrem erweitert und reicht nun vom professionellen Rückbau bestehender Gebäude über die intelligente Wiederverwertung des gewonnenen Materials bis hin zur sozialen und gesellschaftspolitischen Verantwortung als Unternehmen. Auf diesem Sektor wird sich in Zukunft noch vieles tun und das zurecht“, ist Wernik überzeugt und verweist auf den Aktionsplan des Umweltministeriums zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung (naBe).
Forschungsprojekt CICO entwickelt sich sehr gut
Für Wernik ist das ein spannendes Feld mit extrem viel Potenzial. Bereits vor zwei Jahren wurde von der Salzburg Wohnbau im Sinne einer zukunftsorientierten Kreislaufwirtschaft das Forschungsprojekt CICO (Circular Concrete) mit bedeutenden Partnern gestartet. „Die ersten gewonnenen Erkenntnisse fließen bereits bei laufenden Projekten ein. Wir erzielen große Fortschritte, auch dank dem Einsatz modernster Technik“, informiert Wernik. Mit im Boot sind bei CICO die Bautechnische Versuchs- und Forschungsanstalt Salzburg (BVFS), die Universität Salzburg, die Fachhochschule Salzburg, Deisl-Beton (Hallein) und die Baufirma Steiner (Radstadt). Mittels BIM (Building Information Modelling) und einer besonderen Digitalisierungstechnologie unter Einsatz von Drohnen – kombiniert mit einer weiterentwickelten Schad- und Störstoffanalyse – werden Bestandsgebäude differenzierter rückgebaut. Damit sind diese keine Belastung mehr, sondern wertvolle Rohstofflieferanten der Zukunft. „Building Information Modelling ist eine Technologie, die es Architekten, Elektroplanern und Haustechnikern ermöglicht, auf ´einer´ Plattform zusammenzuarbeiten. Dabei wird ein virtueller Zwilling eines Bauwerks in 3D erstellt, um Kollisionsstellen bei der Projektumsetzung sofort sichtbar zu machen“, so Wernik.
Soziale und gesellschaftspolitische Verantwortung übernehmen
Generell rückt Environmental, Social & Governance (ESG) immer stärker ins Blickfeld der Immobilienbranche. Denn immerhin sind Gebäude für etwa 40 Prozent des Energieverbrauchs und 36 Prozent der CO2-Emissionen in der EU verantwortlich. „Unsere soziale und gesellschaftspolitische Verantwortung zieht sich durch alle Ebenen. Das beginnt beim Umweltaspekt mit Klima und Ressourcenknappheit, betrifft aber auch die Mitarbeiter und Lieferanten und natürlich auch Managemententscheidungen inklusive klaren Compliance-Richtlinien. Daran arbeiten wir kontinuierlich“, erläutert Struber.
312 Wohnungen im Jahr 2021 an Bewohner übergeben
Das Bauvolumen der Salzburg Wohnbau betrug 2021 rund 60 Millionen Euro und steigt voraussichtlich 2022 auf 76 Millionen Euro an. Rund 7 Millionen Euro flossen 2021 in Sanierungen und laufende Instandhaltungen. 2021 wurden von der Salzburg Wohnbau im Bundesland Salzburg etwa 20.000 m² neuer Wohnraum geschaffen und damit 312 Wohnungen errichtet. Darunter 181 Wohneinheiten in der Stadt Salzburg, 103 im Flachgau und 28 im Pongau. 2022 werden 129 Wohnungen fertiggestellt und bei weiteren 255 Wohnungen die Bauarbeiten starten, die bei Projekten in Bürmoos, Golling, Leogang, Radstadt, Ramingstein, Mauterndorf, Seekirchen und Erpfendorf in Tirol derzeit bereits auf Hochtouren laufen. In der Planungsphase befindet sich eine Wohnanlage in Hallein, die am einstigen Reisinger-Areal entsteht. In Freilassing wird die Wohnbau Bayern, ein Tochterunternehmen der Salzburg Wohnbau-Gruppe, 2022 eine Wohnanlage mit Gewerbeflächen fertigstellen. In der Bauvorbereitung befinden sich Projekte im bayerischen Viechtach und Laufen.
Salzburg Wohnbau mit Know-how für Kommunalbauten
Die Salzburg Wohnbau ist im Bundesland Salzburg Leitbetrieb für den Kommunalbau. 2021 wurden das neue Seniorenwohnhaus in Rauris und das Volksschul- und Kindergartengebäude in St. Koloman fertiggestellt. In Unken wurden im ehemaligen Gasthof „Kramerwirt“ Räume für eine Kleinkindbetreuung adaptiert und in Stuhlfelden das Postamt in eine Kinderbetreuungsstätte umgebaut. Aktuell laufen die Bauarbeiten bei den Volksschulen Anif und Siezenheim, am Seniorenwohnhaus Taxenbach sowie bei einer Wohnanlage für Betreutes Wohnen in Puch. Für die Volkschule Adnet, das Gemeindezentrum in Viehhofen und ein Parkhaus in Bad Gastein wurden kürzlich die Architektenwettbewerbe abgeschlossen. In der Planungsphase befinden sich zusätzlich Feuerwehrzeugstätten in Stuhlfelden und Bruck, ein Kindergarten in Altenmarkt sowie der Sitz der Industriellenvereinigung in der Stadt Salzburg.
Über die Salzburg Wohnbau
Die Salzburg Wohnbau ist das operative Unternehmen, in dem alle Aktivitäten der fünf gemeinnützigen Unternehmen (Bausparerheim, ÖSW Wohnbauvereinigung, SSW GmbH, SSW Genossenschaft, ÖWB AG) abgewickelt werden. Die Unternehmensgruppe, zu der auch die Kommunal Service Salzburg, die Salzburg Wohnbaufinanz, die Baurecht Aktiengesellschaft und die Wohnbau Bayern gehören, beschäftigt 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Inklusive Hausbesorger und Hausbetreuer sind mehr als 450 Fachkräfte für die Salzburg Wohnbau-Gruppe tätig.
FOTO: Bei der Pressekonferenz auf der Baustelle der neuen Volksschule in Anif unterstrichen die beiden Salzburg Wohnbau-Geschäftsführer Christian Struber (li.) und Roland Wernik das Potenzial der Kreislaufwirtschaft. Im Bild mit Bürgermeisterin Gabriella Gehmacher-Leitner.
Hier ein kurzer RTS-Film vom Pressegespräch im März 2022 auf der Baustelle der Volksschule Anif.